Baumaßnahmen am Standort in Raesfeld

Zeitungsartikel dazu in der BZ (04.03.2020)

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Umgestaltung des Geländes und Arbeiten im Altbau

Schule wird zur Baustelle

Der Schulhof der Alexander- und der Julia-Koppers-Gesamtschule soll als Teil der Dorfentwicklung umgebaut werden. Fotos: Rentel

Von Andreas Rentel

Die Umgestaltung des Außengeländes der Alexander- und der Julia-Koppers-Gesamtschule, die Sanierung des Dachs des Altbaus sowie der Ausbau der Mensa haben den Ausschuss für Schule und Bildung am Montag beschäftigt.

Vor der Sitzung haben sich Vertreter der Gemeindeverwaltung und der Fraktionen bei einer Besichtigung die jeweiligen Orte angeschaut. Bauamtsleiter Bernd Roters und Stefan Bröker von der Bauverwaltung haben die Vorhaben vor Ort erläutert.

E : Zunächst habe die Verwaltung geplant, die Schulbushaltestelle an die Straße Zum Michael zu verlegen, so Roters. Derzeit gehe die Tendenz dahin, diese an ihrem jetzigen Standort am Eingang der Schule zu belassen, sagte er. Gegen den ursprünglichen Plan spreche, dass die Schüler sonst über die Straße laufen müssten. Roters ergänzte, dass es zu dem Thema noch Abstimmungsgespräche mit der Polizei, der Straßenverkehrsbehörde und dem Busunternehmen geben werde.

E : Die Planung sehe vor, einen Boulevard über das Gelände zu legen, so Roters. Spiel-, Klettergeräte und ein kleines Trampolin soll es geben. „Die Kinder sollen sich bewegen“, sagte der Amtsleiter. Um Außenunterricht zu ermöglichen, ist am Ende des Wegs ein Klassenzimmer mit einer Stufenanlage vorgesehen. Dort werde Platz für eine Klasse sein, so Roters auf Nachfrage. Ein Basketballfeld soll einen dämpfenden Tartanbelag erhalten.

Den Schulhof will die Gemeinde nicht pflastern, sondern neu asphaltieren. Der Grund: Ansonsten müsste ein teerhaltiger Unterbau des Geländes entfernt und entsorgt werden. Die zusätzlichen Kosten schätzte Roters auf rund 250.000 Euro. Die beiden Bäume, die mitten auf dem Gelände stehen, sollen gefällt, aber durch neue Bäume ersetzt werden. Roters betonte, dass die Gemeinde derzeit auf den Förderbescheid warte. Der Baubeginn lasse sich daher noch nicht abschätzen.

Rund 1,1 Millionen Euro sind für den Umbau veranschlagt. Die Förderung liegt bei 65 Prozent. Volker van Wasen (UWG) regte an, einen direkten Weg von der Schule zur Zweifachturnhalle anzulegen. Christine Dohmann, die kommissarische Leiterin der Alexanderschule, fragte nach der Höhe der Hecken, die auf dem Gelände geplant sind. Maximal ein Meter Höhe sei vorgesehen, sagte der Amtsleiter.

E : Dieser soll erweitert werden. Zwei E-Ladestationen sind geplant. Die Platanen bleiben erhalten.

E : Stefan Bröker erklärte, dass die rund 50 Jahre alten Pfannen auf dem Dach des Altbaus entfernt werden. „Sie können nicht mehr verwendet werden“, sagte er. Stattdessen soll das Dach gedämmt und mit neuen Pfannen belegt werden. Der Dachstuhl sei in Ordnung, ergänzte er. Die Gauben und die Dachfenster bleiben erhalten. Mitte bis Ende Mai sollen die Arbeiten beginnen und bis zum Ende der Sommerferien abgeschlossen sein. Auf Nachfrage von Dohmann sagte er, dass der Unterricht im Altbau von den Arbeiten nicht beeinflusst werde. Es sei ein Gerüst aufzustellen.

E : „Es wird zu Einschränkungen kommen“, sagte Bröker über das Vorhaben, das nicht innerhalb der Sommerferien erledigt werden könne. Die Verwaltung möchte Flurwände entfernen, um einen große Mensa-Raum zu schaffen. Aus Statik-Gründen werden Säulen stehen bleiben. Der Fußboden wird bis zum Estrich entfernt und einheitlich gestaltet. Zwei Fenster, zum Pausenhof gelegen, werden nach unten als Türen durchbrochen.

E : Diese möchte die Verwaltung auf den östlichen Teil des Parkplatzes verlegen. Van Wasen erneuerte den Antrag der UWG, diese zu überdachen. Bürgermeister Andreas Grotendorst verwies auf Probleme, die es mit solchen Dächern an anderen Schulen gebe. Jugendliche kletterten dort hinauf, sagte er. Der Ausschuss lehnte den Antrag mehrheitlich ab.

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„Die Kinder sollen sich bewegen.“

Bauamtsleiter Bernd Roters

 

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Gremium wird gebildet

Schüler sollen bei der Umgestaltung mitwirken

Die Schule soll bei dem Vorhaben durch ein Gremium mit Schülern, Lehrern und Eltern vertreten sein. Foto: BZ-Archiv/rtl

(rtl). Einstimmig ist der Ausschuss für Schule und Bildung einem Antrag der UWG gefolgt. Volker van Wasen und Fraktionsvorsitzender Wolfgang Warschewski hatten gefordert, dass die Schüler bei der Umgestaltung des Schulhofs der Alexander- und der Gesamtschule mitbestimmen können. „Wir hoffen auf einen einstimmigen Beschluss“, sagte van Wasen.

Axel Heinz, der Leiter der Julia-Koppers-Gesamtschule, sagte: „Wir begrüßen das auch.“ Er ergänzte: „Alles wird man nicht zu gleichen Teilen berücksichtigen können.“ Sein Vorschlag: Die Schule könnte ein achtköpfiges Gremium entsenden, dem jeweils zwei Schüler, Lehrer und Eltern angehören sollen. Auch die Schulsozialarbeit und die Schulleitung sollen vertreten sein. „Das ist ein überschaubares Gremium“, so Heinz.

Elisabeth Fischbach (UWG) betonte in der Debatte, dass die Schüler kein fertiges Produkt bekommen sollten. Elke Rybarczyk (SPD) unterstützte den UWG-Vorschlag, forderte zudem eine Veröffentlichung der Schulvorschläge. „Kommt die Beteiligung nicht zu spät?“, fragte sie.

Willi Schmidt (CDU) verwies darauf, dass der Entwurf zur Umgestaltung von einem Fachplaner komme. Die Bürger seien bei der Dorfentwicklung beteiligt worden.

Christine Dohmann, kommissarische Leiterin der Alexanderschule, sagte, sie benötige für ihre Schule eine Begründung des Vorhabens. „Die Gesamtschule bekommt das“, nannte sie eine Reaktion aus der Schülerschaft. Bürgermeister Andreas Grotendorst antwortete: „Es ist nicht so, dass hier nichts passiert ist.“ Der Schulhof habe länger auf der Tagesordnung gestanden. Es sei aber wichtig, „einen Dritten zu finden, der mitbezahlt“. Ohne die jetzt in Aussicht stehende Förderung sei das Vorhaben nicht finanzierbar.

Grotendorst ergänzte: Einen Bürgerbeteiligungsprozess zu starten sei fraglich. Er warnte davor, falsche Erwartungen zu wecken. Hans-Dieter Strothmann (CDU), der Vorsitzende des Ausschusses, verwies auf die drei Versammlungen zum Dorfentwicklungskonzept und die Beteiligung der Bürger. Van Wasen betonte, dass die Schüler Einzelheiten mitentscheiden sollten. Rybarczyk sprach sich gegen eine „Entweder-oder-Diskussion“ aus. Sie hielt die Debatte um die Schülerbeteiligung für unnötig.

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- Borkener Zeitung, Artikel vom 04.03.2020

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